Süddeutsche vom 29. Juli 2022: Nur ein Investor bleibt im Rennen um die Großmarkthalle

Die Büschl-Gruppe reicht die einzig taugliche Bewerbung für den riesigen Neubau ein, der auch Wohnungen umfassen soll. Nun sind viele Fragen zu klären – vor allem: Schmeckt der Plan den Händlerinnen und Händlern?

Nach der europaweiten Ausschreibung für den Bau einer neuen Großmarkthalle durch einen Investor ist noch ein Bewerber im Rennen und zwar die Büschl-Unternehmensgruppe aus Grünwald. Das erfuhr die SZ aus der nicht-öffentlichen Sitzung des Stadtrats am Donnerstag. Demnach nannte Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) in ihrem mündlichen Vortrag den Namen des Unternehmens, das bereits im vergangenen Jahr sein Interesse an dem Projekt öffentlich bekundet hatte. Dafür, so der Plan, würde die Stadt ein Grundstück auf dem Großmarkt-Gelände an der Schäftlarnstraße in Sendling im Erbbaurecht abtreten. Die Büschl-Gruppe, die sich bisher nur grob zu ihrem Vorhaben geäußert hat, will einen Gebäudekomplex mit einem Großmarkt im unteren Bereich und darüber eine bisher nicht bezifferte Zahl an Wohnungen errichten.

….Kommunalreferentin Kristina Frank schrieb, dass sich sechs Unternehmen “als potentielle Bewerber_innen auf der Vergabeplattform registriert” hätten. Zwei hätten letztlich eine Bewerbung eingereicht. Eine mit dem Vergabeverfahren beauftragte Anwaltskanzlei habe die Unterlagen daraufhin geprüft, ob “die Eignungskriterien nachgewiesen und erfüllt” wurden, mit dem Ergebnis, dass “nur eine Bewerberin die geforderten Kriterien” erfülle, “es kann daher nur diese zum weiteren Verfahren zugelassen werden”.

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von Sebastion Krass

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Ein Kommentar

  1. Erstaunliches im Zusammenhang mit dem Großprojekt auf dem Gelände der Großmarkthalle:
    Europaweit melden sich nur 6 Bewerber für ein solch lukratives Projekt, davon soll nur ein einziger Bewerber als fähig für die Durchführung erscheinen? Das soll ausgerechnet die Büschel-Gruppe sein, die mit ihrem Projekt für das Paketposthallen-Areal bemerkenswert wenig Gespühr für Stadtbildverträglichkeit geliefert hat?
    Wieso wird ein Projekt solcher Größenordnung im Stadtrat nur in einer nicht öffentlichen Sitzung besprochen?
    Welche Anwaltskanzlei wurde mit dem Vergabeverfahren beauftragt, in der SZ vom 29.07. fehlt eine namentliche Nennung (vieleicht nur der SZ nicht bekannt?), soll die interessierte Öffentlickkeit diesbezüglich bewußt uninformiert bleiben?

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