Aus der Münchner Presse

Süddeutsche vom 24. September 2020: riti an Höhe und Dichte
Der Bebauungsplan für jenen Bereich im Gewerbeband Obersendling, in dem früher Siemens-Bürobauten und das Katzenberger-Betonwerk die Szenerie dominierten, hat schon reichlich Kritik auf sich gezogen. Bedenken wegen der bevorstehenden Veränderungen an der Machtlfinger Straße, Boschetsrieder Straße und Geisenhausenerstraße äußerte nun auch des Münchner Forum. Ähnlich anderen Skeptikern, moniert der bürgerschaftliche Verein, der sich mit Fragen der Stadtentwicklung beschäftigt, die Höhenentwicklung in dem betreffenden Bereich. Generell berücksichtige die vorgelegte Planung nicht das “sensible Potenzial” des Geländes “im Kontext des Quartiers”, heißt es in einer Stellungnahme des Münchner Forums.
weiterlesen

Von Jürgen Wolfram, Obersendling

Süddeutsche vom 31. August 2020: Uhrmacherhäusl: Reiter verspricht Wiederaufbau
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will unter allen Umständen erreichen, dass das Uhrmacherhäusl an der Oberen Grasstraße 1 wieder errichtet wird. Das geht aus einer Mitteilung der Rathauspressestelle hervor. Anlass dafür ist der illegale Abriss des Gebäudes, der sich an diesem Dienstag, 1. September, zum dritten Mal jährt. Seitdem versucht die Stadt, gerichtlich den originalgetreuen und ensemblegerechten Wiederaufbau des zerstörten Gebäudes durchzusetzen. Bisher ist aber noch keines der zahlreichen Verfahren vor den Verwaltungsgerichten und das Bußgeldverfahren bei der Staatsanwaltschaft München I abgeschlossen.
weiterlesen

H. Grundner, Süddeutsche Zeitung

Abendzeitung vom 27. August 2020: Ein Stück Schwabing verschwindet
Große, schwere Maschinen verrichten derzeit am Elisabethmarkt ihr Werk. Stück für Stück reißen sie die alten Marktstandl ab — und damit ein altes Stück Schwabing.
Nach jahrelangem Streit um die Zukunft und vor allem den Abriss des alten Marktes hat der Stadtrat 2019 beschlossen: Der Elisabethmarkt wird abgerissen und für rund 23,7 Millionen Euro neu aufgebaut.
weiterlesen

von Emily Engels (Abendzeitung München)

Süddeutsche vom 18. August 2020: Vom Regen in die Traufe
Die Mieter des Hohenzollernkarrees kommen nicht zur Ruhe. Zwar konnten die kurz vor Silvester 2018 angekündigten drastischen Mieterhöhungen um bis zu 163 Prozent, die im Rahmen einer Modernisierung auf sie zugekommen wären, dank der bundesweit ersten Musterfeststellungsklage des Mietervereins München vergangenen Oktober abgewendet werden. Doch nun droht den 230 Mietparteien zwischen Herzog-, Erich-Kästner-, Clemens- und Fallmerayerstraße die Bebauung ihres 1998 von der Stadt preisgekrönten Innenhofes.
weiterlesen

Von Ellen Draxel, Schwabing

Süddeutsche vom 28. Juli 2020: Die nächste Baustelle
Wieder will ein Immobilienbesitzer nachverdichten, wieder fürchten Mieter um ihre Existenz. Die Bayern Versicherung Lebensversicherung AG plant fünfstöckige Riegel mit 100 Wohnungen in einem bisher grünen Karree. Die Lokalpolitiker sind dagegen, haben aber wohl nur wenig Einfluss
weiterlesen

Von Ellen Draxel, Schwabing

Abendzeitung vom 24. Juli 2020: Die Zukunft des Eggartens nimmt Gestalt an
“Einen Ort, der bisher nur wenigen Menschen vorbehalten war, machen wir jetzt wieder vielen Münchnerinnen und Münchnern zugänglich”, verkündete Ralf Büschl stolz auf der Pressekonferenz im Isarforum. Er ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Büschl Unternehmensgruppe, einer der beiden Grundstückseigentümer der Eggarten-Siedlung im Münchner Norden. Für die war ein Architektenwettbewerb ausgelobt worden – mit dem offiziellen Ziel, den Eggarten zu einem “zukunftsweisenden und nachhaltigen Modellquartier” zu entwickeln.
weiterlesen

von Fabian Dosch

Süddeutsche vom 29. Juni 2020: Eggarten-Siedlung:Widerstand erlischt allmählich
Nackte Ziegelsteine, mit Brettern verschlossene Fenster – durch die rund 20 Häuser, die heute noch in der Kolonie Eggarten stehen, raunt Leere und Vergänglichkeit. Bewohnt sind die meisten Häuser längst nicht mehr, und die Kleingärtner, die sich in anliegenden Parzellen ihr kleines Wochenendparadies geschaffen haben, schauen dem jähen Ende entgegen. Den jahrelangen Kampf um das naturbelassene Quartier scheinen sie vor einem Jahr endgültig verloren zu haben. Damals hatte der Stadtrat beschlossen, dass der Eggarten einem Neubaugebiet weichen soll. Einige Aktivisten setzten sich nach wie vor für den Erhalt des Eggartens ein. Etwa Martin Schreck, der für die ÖDP mittlerweile auch in den örtlichen Bezirksausschuss eingezogen ist und dort nun den Unterausschuss Bau-, Klima- und Umweltschutz leitet. Nicht zuletzt auf sein Drängen forderte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung eine Umweltverträglichkeitsprüfung, mit der die Bebauung aufgehalten oder zumindest verzögert werden soll. Doch dass das Großbauvorhaben noch mit Mitteln des Umweltschutzes ins Wanken gebracht werden kann, daran zweifeln mittlerweile immer mehr Stadtviertelpolitiker, vor allem aus den Reihen der SPD.
weiterlesen

Von Jerzy Sobotta, Lerchenau

Münchner Merkur vom 19. Juni 2020: Naturschützer bemalen Marienplatz – Es geht um den Forst Kasten

Die Gegner des Kiesabbaus in Forst Kasten schlafen nicht. Erneut machen sie mit einer spektakulären Aktion auf ihren Protest aufmerksam. Derweil geht bei der Stadt München seit mehr als sechs Monaten nichts voran.
weiterlesen…

von Victoria Strachwitz

Süddeutsche vom 17. Juni 2020: Ligsalzstraße – Zweifel an der Abrisstheorie

Lokalpolitiker und Mieter setzen auf Sanierung des Ligsalz-Anwesens der Erzdiözese

“Wir sind im Westend im Häuserkampf erprobt.” Bezirksausschuss-Chefin Sibylle Stöhr (Grüne) gab die Parole den Immobilienfachleuten der Erzdiözese München und Freising nach deren Auftritt am Dienstagabend in der Sitzung des Gremiums mit auf den Nachhauseweg. Eine halbe Stunde lange hatten sich die beiden scharfe Fragen gefallen lassen müssen, warum die Erzdiözese ihre Immobilie an der Ligsalzstraße 25 abreißen und nicht ausschließlich sanieren wolle. Fraktionsübergreifend wurde die baurechtliche Notwendigkeit für diesen Schritt angezweifelt, durch den nicht nur Mieter aus ihren günstigen Wohnungen vertrieben würden, sondern auch die Büchergalerie Westend im Erdgeschoss und damit der letzte selbständige Buchladen im Viertel.
weiterlesen…

von Andrea Schlaier, Schwanthalerhöhe

Süddeutsche vom 04. Juni 2020: Baupläne in Sendling – ein Kleinod weniger…

Die katholische Kirche lässt gerade ausloten, in welchem Maße sie einen großen Teil des Pfarrgartens an der Meindlstraße bebauen könnte. SPD und Grüne im Bezirksausschuss sind entsetzt

Eine kleine grüne Oase in Sendling ist bedroht: der ehemalige Pfarrgarten an der Meindlstraße 5. Das Erzbischöfliche Ordinariat München und Freising hat bei der Stadt Pläne eingereicht, nach denen ein großer Teil des Gartens verschwinden soll. Im Gespräch sind 26 Wohneinheiten mit Tiefgarage. Seine Partei sei entsetzt über die Pläne, sagt der Sendlinger SPD-Vorsitzende Markus Lutz, der auch den Bezirksausschuss (BA) leitet. Der Neubau würde den schönen Garten zerstören. Es gehe um eine massive Verdichtung und Versiegelung. Die SPD will, dass das Landesamt für Denkmalschutz und die Untere Naturschutzbehörde sich der Sache annehmen.
weiterlesen..

von Birgit Lotze, Sendling

Süddeutsche vom 01. Juni 2020: Geplanter Abriß – Letzter Sommer für das Waldschlössl

Das fast 120 Jahre alte Waldschlössl am Waldfriedhof soll abgerissen werden, der Denkmalschutz greift nicht. Den geplanten Neubau hat die Stadt wegen seiner Größe erst einmal abgelehnt. Dagegen klagt der Investor
weiterlesen….

von Berthold Neff, Hadern

Süddeutsche vom 29. Mai 2020: Gericht macht den Weg frei – Nachbarn scheitern mit Klage gegen Wohnen-für-alle-Projekt

Dem Wohnen-für-alle-Projekt an der Erwin-Schleich-Straße zwischen Naßl- und Franz-Albert-Straße steht derzeit nichts mehr im Wege. Das Bayerische Verwaltungsgericht München habe in einer Einzelrichtersitzung die Klagen von Nachbarn gegen die Baugenehmigung abgewiesen, bestätigte Gerichtssprecher Florian Schlämmer der SZ. Damit darf die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Gewofag im Auftrag der Stadt ihre dort rund 50 geplanten Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen realisieren.
weiterlesen…

von Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche vom 28. Mai 2020: Kritik am Neubau der Realschule in Sendling – “Optisch ist das nicht tragbar”

Der Landtags-Ausschuss für Wissenschaft und Kunst äußert harsche Kritik am geplanten Bau der Realschule an der Reutberger Straße. Bemängelt wird, dass keine Rücksicht auf die Denkmäler der Umgebung genommen wird.
Der Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags sieht eine Petition von Anwohnern als berechtigt an und stellte sich mit einem Berücksichtigungsbeschluss, der stärksten Form der Stattgabe, an die Seite der Kritiker. Damit sollen die Denkmäler am Gotzinger Platz und an der Reutberger Straße geschützt werden.
weiterlesen..

von Birgit Lotze, Sendling

Süddeutsche vom 20. April 2020: Fasangarten – Leerstand mit Ansage

In der ehemaligen Amisiedlung soll neu gebaut werden. Solange die Planung läuft, dürfen die alten Wohnungen ungenutzt bleiben
Ungenutzten Wohnraum, noch dazu, wenn dafür eine Behörde verantwortlich ist, werden die meisten Münchner als ziemliches Ärgernis empfinden. So ähnlich dürfte es auch Stadträtin Brigitte Wolf (Die Linke) gegangen sein, die eine Anfrage gestellt hat. Ihr war bereits vor rund einem Jahr zu Ohren gekommen, dass in der Siedlung am Perlacher Forst “viele Wohnungen leer stehen, dies teilweise bereits seit Jahren”. Eigentümerin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). weiterlesen…

von Hubert Grundner, Fasangarten

Süddeutsche vom 17. April 2020: Diese Klauseln schützen nicht vor luxuriösen Nachverdichtungsprojekten, wie das Beispiel “Barer Höfe” zeigt. Und solche Projekte können den Milieu-Schutzschirm durchaus verformen.

Für München nicht weiter ungewöhnlich, wenn das Objekt “Barer Höfe” nicht in einer besonderen Gegend entstehen würde: Die Adresse liegt im Erhaltungssatzungsgebiet “Josephsplatz”. weiterlesen….

von Stefan Mühleisen, Maxvorstadt