Süddeutsche vom 13/14. Februar 2021: Perlach – Umweltaktivisten gegen Gartencenter

Seebauer möchte seine Verkaufsfläche erweitern und Wohnungen für Mitarbeiter bauen – die Gegner wollen eine Grünfläche samt Bolzplatz erhalten. Der Streit dauert schon Jahre an, nun gibt es erneut Protestaktionen.
….”Wie lange opfern wir noch unsere Grünflächen?”, fragte BI-Sprecherin Nele Joas. Die Initiative verstehe sich als Lobbyisten der Bäume, sie trete für eine nachhaltige Stadtgestaltung ein. Warum keine Abwägung von Bürger- und Gewerbeinteressen an der Stelle stattfinde, frage sie sich.
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von Lea Kramer (SZ)

2 Kommentare

  1. Was für ein Tag! Die BI Erhalt Öffentliche Grünanlage an der Adam-Berg-Straße bedankt sich sehr herzlich bei ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff, Simone Paffrath (Rettung der Altbaumbestände in der grünen Mitte (Prinz-Eugen-Park)) und Stefan Hofmeir (Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“) & allen Umweltaktivisten von Robin WOOD, Fridays for Future, Omas for Future, dem Offenen antikapitalistischen Klimatreffen und der AG ÖkoSozial München, die sich gestern sowohl für den Erhalt von Grünflächen & Bäumen als auch gegen rechtswidrige Baurechtsschaffung und gegen Hinterzimmer-Politik, Lobbyismus & Investoren-Profitgier ausgesprochen haben.
    Für eine nachhaltige Stadtplanung!
    Für ein ökologisch & sozial intaktes München!

    Wir durchleben gerade die Klima- & die Corona-Krise. Die LH München selbst hat im Dezember 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Da brauchen wir entsprechende Taten seitens Politik & Verwaltung und nicht noch mehr heiße Luft. Hitzerekorde, extreme Wetterereignisse und Trockenheit sollen sich in Zukunft noch verstärken.
    Es gibt also kein Weiterso, sprich alles extremst nachverdichten und dabei Bäume & Freiflächen vernichten. München ist die am meisten versiegelte Stadt Deutschlands (47 %) und die mit dem wenigsten Grün.
    Wann kommt ein Umdenken? Wann findet ein anderes Handeln statt?
    Wie lange opfern wir noch unsere letzten Grünflächen, unsere letzten Frischluftschneißen, unsere letzten regionalen Ackerflächen, die wenigen noch existierenden Hinterhofbäume und alten Großbäume?
    Ja, München braucht Wohnungen. München braucht aber auch Grünflächen und Bäume. Warum gibt es hier nicht mehr Kompromisse?
    Noch dazu: Warum wird Baurecht rechtswidrig geschaffen? Leben wir noch in einer Demokratie? Es gibt Gesetze und Verordnungen. Wie kann es sein, dass gebaut wird, wie wenn es diese nicht gäbe?
    Wie bestechlich ist die LH München?
    Wie käuflich sind Parteien?
    Mit den entsprechenden Rechtsanwälten & Lobby-Agenturen geht wohl alles.
    Warum geht die Profitgier von Einzelinvestoren vor dem Gemeinwohl? Warum findet keine Abwägung der Interessen aller Beteiligter, also auch die der Bürger und vor allem des Klima- & Naturschutzes statt?
    Wir Bürger – ohne wirtschaftliches und politisches Interesse – werden zu Rechtsanwälten, zu Lobbyisten und zwar für Bäume & Grünflächen und damit letztendlich für eine nachhaltige Stadt, für ein ökologisch und sozial intaktes München.
    Umweltschutz fängt vor der eigenen Haustür an. Hier kann man als Bürger etwas bewirken.
    Laßt uns weiterkämpfen!”

    Fotos zur Versammlung unter http://www.gruenanlage-adam-berg.de/aktionen/
    Ein Mitschnitt der Reden folgt.

  2. Es ist zur Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger geworden, sich darum zu kümmern, dass in München überhaupt noch Grünflächen, Parks und Bäume erhalten bleiben. Dem OB und vielen der anderen Stadtpolitikern fällt zu allen Problemen dieser sehr dicht besiedelten, versiegelten und immer stärker unter Druck geratenen Stadt nur eines ein – Bauen, Bauen, Bauen. Gut, dass es die Bürgerinitiativen gibt, die ihre Zeit und Energie in diesem sehr zähen Kampf gegen einfallslose Politiker und Politikerinnen sowie geldgierige Investoren einsetzen, um hoffentlich noch Reste der ehemals liebenswerten Stadt München vor der Bauwut und Betonfraktion zu retten.

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