Abendzeitung vom 22. Dezember 2022: Politik-Kurswechsel gefordert: München soll mehr wachsen

Das fordert eine neue Initiative. Sie will die Debatten um die Stadt prägen – und fordert einen politischen Kurswechsel hin zu mehr neuen Gewerbeflächen.

…..Ihre Überzeugung formulieren sie auf ihrer Homepage: “Gut so! Wachstum und Entwicklung bilden die Grundlage für Wohlstand und Lebensqualität”, schreiben die Mitglieder der neuen Allianz für München.
….Im Sommer hat sich die Allianz als Kreis von 100 Traditionsunternehmen und Einzelpersonen gegründet……
….”Der Allianz liegt die Weiterentwicklung der Landeshauptstadt am Herzen. Sie möchte ein positives Zukunftsbild entwickeln und die Bürger dabei mitnehmen”, erklärt am Mittwoch Philipp Heimerl im Presseclub am Marienplatz. Heimerl, Manager der Agentur Hendricks & Schwartz, stellt das Münchenwiki-Projekt der Allianz vor, das “eine solide Faktenbasis als Grundlage für Diskussionen zur Stadtplanung bieten will”…

“Die Stadt gestalten, Entwicklung ermöglichen, Wohlstand bewahren” – das ist das konkrete Ziel der Allianz für München.
…Gefährdet sieht sie es zum Beispiel durch jene Stimmen, die sich gegen jede Nachverdichtung wenden – auch und gerade am Stadtrand. “Maßlose Nachverdichtung stoppen – München lebenswert”, heißt es bei den Initiatoren eines Bürgerbegehrens. “Höher, dichter, grauer – genug!”, sagen diese Bürger zur Stadtentwicklung. “Grün statt dicht” ist ihr Motto.
…..München dürfe nicht die Burgtore hochziehen, sondern müsse im Gegenteil Raum für gewerbliche Entwicklung, also auch neue Gewerbeflächen bieten.

Eva von Steinburg

Anmerkung der Redaktion: Auf Anfrage bei der Stadtverwaltung, bzw. beim Oberbürgermeister, warum die Strompreise in München um ca. 50 cent/kWh steigen und in Niederbayern nur um ca. 9 cent/kWh, bekamen wir zur Antwort: “Man könne Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, es gibt doch in niederbayrischen Kleinstädten viel weniger Gewerbe als in München und daher ist auch der Strompreis in München höher, weil die Stadtwerke soviel zukaufen müssen um den Strombedarf zu decken!” Für mich bedeutet dass, je weniger großes Gewerbe in der Stadt, umso günstiger auch der Strompreis für die Münchnerinnen und Münchner.

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2 Kommentare

  1. Die Allianz „für München“ fordert Wohlstand zu bewahren.
    Wohlstand im Sinne von Lebensqualität gibt es in München längst nicht mehr.
    Die Sommer werden heißer, die Hitze in den Tropennächten unerträglich, es gibt viel zu wenig Erholungsflächen, die Straßen sind verstopft und die ÖffentlichenVerkehrsmittel überfüllt. In der Fußgängerzone treten sich die Menschen auf die Füße, sie werden immer hektischer und aggressiver.

    Wohlstand bedeutet nicht nur viel Geld in der Tasche zu haben. Wohlstand bedeutet, dass es den Menschen gut geht, dass sie gesunde Luft zum Atmen haben, erholsamen Schlaf – ohne Lärm und Radau. Wohlstand heißt auch, sich über Bäume, Blumen und Vogelstimmen freuen zu dürfen, schöne Spaziergänge in intakter Natur machen zu können, ohne dafür stundenlang im Auto unterwegs sein zu müssen.

    Aufgrund der Wachstumspolitik der Münchner Stadtregierung mussten und müssen zahlreiche große alte Bäume den vielen Baustellen weichen, Grünflächen werden in Gewerbegebiete umgewandelt, immer mehr Fläche wird versiegelt.

    Wem der Wohlstand der Münchner, also ihre Lebensqualität am Herzen liegt, müsste schleunigst den Hebel umlegen. Eine Entschleunigung beim Wachstum täte den Menschen – und auch den Tieren und Pflanzen – gut.

    Wachstum und Entwicklung brauchen wir in den Abwanderungsräumen, überall dort, wo die Deindustrialisierung bereits eingesetzt hat oder droht, z.B. in den ehemaligen Braunkohlerevieren in der Lausitz, in den kleineren Städten mit leer stehenden Wohnungen, im ländlichen Raum, der geprägt ist durch fehlende Einkaufsmöglichkeiten, langsame Internetverbindung und Überalterung der Bevölkerung.
    In München leben heute bereits auf engsten Raum nahezu so viele Einwohner wie in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Das reicht.

  2. Ja, die Allianz hat recht. Wir sollten gemeinsam ein positives Stadtbild entwickeln. Positiv im Sinne von lebenswert. Mir ist klar, dass die Stadtspitze hinter der Inititiative steht. Sie braucht die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sonst gehen der Haushalt nicht mehr auf. Die Stadt muss (meint unser Repräsentant, der Stadtrat, mehrheitlich) ja für 250.000 Neubürger Wohnraum schaffen und da muss ja zumindest der Schuldendienst aus dem Verwaltungshaushalt geleistet werden. Dass dabei 7.000.000.000 € Schulden am Ende der Legislaturperiode auf der Stadt lasten ist ja egal. Damit muss die nächste Stadtregierung klarkommen. Hr. Reiter tritt ja dann nicht mehr an, Hr.Ch. Müller ist dann Vorstand der “Münchner Wohnen”, die Grünen bekommen den 5. Vorstand der Stadtwerke.
    Also Leute, helft den armen Investoren (die Stadt ist einer davon) und Gewerbetreibenden auch die letzten Grünflächen zu versiegeln statt zu mäkeln. Eure Kinder können dann die Schulden inklusive derer für die Wohnungen der Zuziehenden abtragen. Irgendwie scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben, dass quantitatives Wachstum endlich ist und zwar dort wo auch die Ressourcen endlich sind. Und das sind sie überall – besonders in München.
    Frage: Warum bekommt die “Unternehmer”- Initiative auch noch Platz in den Medien (Fr. Melanie Hammer ein Advertorial in der SZ, Hr. Greiner darf mit dem Philosophen und Stadtethiker Rümelin in die AZ.) während die Anliegen der Bürger-Initiativen, welche für intelligente Lösungen streiten, in den Medien nicht mehr auftauchen (die Lokalteile wurden bis zur Unkenntlichkeit abgestrippt)? Könnte das am Anzeigenaufkommen o.ä. liegen? Mal sehen was Hendricks und Schwarz noch so alles im Köcher hat. Für die Agentur ist die Allianz gegen (für) München (Sitz an der Adresse der Kanzlei von D. Schreyer, selbst wohnhaft am Staffelsee) als Projekt sicher lohnenwert.

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