Rathausumschau vom 12. Juli 2021: Offener Brief von OB Reiter an den Kleingartenverband München

Oberbürgermeister Dieter Reiter stellt in einem offenen Brief an den 1. Vorsitzenden des Kleingartenverbandes München, Friedrich Pils, klar, dass die Stadt München entgegen anderer Aussagen kontinuierlich das Münchner Kleingartenwesens weiter entwickelt:
„Mit Interesse habe ich Ihr in der Abendzeitung vom 3. Juli 2021 veröffentlichtes Interview gelesen. Darin äußerten Sie, dass ich 2017, anlässlich eines Festes des Kleingartenverbands, 150 neue Kleingartenparzellen im derzeit neu entstehenden Stadtteil Freiham versprochen hätte, nach Ihrer aktuellen Erkenntnis jedoch nichts daraus werde. Außerdem meinten Sie, dass seit 2005 keine neuen Kleingärten in München entstanden seien. Es freut mich für die Münchner Kleingärtner*innen, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie sich täuschen!

…stolze Leistung!!!:
in 16 Jahren (seit 2005) 90 Kleingartenparzellen neu, das dürften so 2-3ha neue Fläche sein…

Gisela K.


Seit 2005 hat die Stadt 90 Kleingartenparzellen in der Arnold-Sommerfeld-Straße 21 entwickelt und dem Kleingartenverband 2008 zur weiteren Verpachtung übergeben. Darüber hinaus hat die Stadt zusammen mit dem Kleingartenverband kontinuierlich an der Erhöhung der stadtweiten Parzellenanzahl durch Teilung großer Gartenparzellen gearbeitet. In den letzten fünf Jahren konnten so nochmals rund 80 Parzellen neu dazu gewonnen werden.
Auch im Rahmen der Stadtplanung werden in München für einen langfristigen Ausbau der Münchner Kleingärten stadtweit eigens Flächen vorgesehen.
Zum Beispiel ist im Zuge der Entwicklung des neuen Stadtteils in Freiham neben der Realisierung von Wohnungen, Schulen, Gewerbe, Grünflächen und einem großen Landschaftspark auch eine zirka 4,5 Hektar große Fläche für 150 Einzelparzellen geplant.

…und von 250ha in Freiham, 70% in städtischer Hand, müssen die paar ha der privaten als Feigenblatt herhalten. Die „alten Planungen“ sahen ein ganz anderes Freiham vor.
Btw 150 Parzellen für 30.000 Einwohner, eingepfercht in „Hühnerställen“…

Jürgen M.

Die Flächen sind jedoch noch überwiegend in privater Hand. Ein Erwerb ist leider nicht einfach und hängt sehr von der Bereitschaft der Eigentümer ab, diese Flächen zu verkaufen. Derzeit laufen sukzessive die Ankäufe dieser Flächen durch die Stadt. Sie sehen also, dass Sie auf meine getroffenen Aussagen nach wie vor zählen können: Die Stadt arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Münchner Kleingartenwesens und scheut dafür auch keine finanziellen Investitionen (z.B. für Grundstücksankäufe).“

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