Süddeutsche vom 4. Mai 2021: Gutachter von nebenan

Anwohner sollen an Bauprojekt Paketposthalle mitwirken können

Wenn’s dumm läuft – dieser Gedanke treibt Martin Züchner (Grüne) um -, wirkt keine einzige Neuhauserin, kein einziger direkter Anwohner mit beim Bürgergutachten, das die Stadt zum Bauvorhaben an der Paketposthalle mit zwei 155-Meter-Hochhäusern von einem unabhängigen Büro erstellen lassen wird. 100 zufällig aus dem Melderegister ausgewählte Münchnerinnen und Münchner werden sich in das Vorhaben der Büschl-Gruppe vertiefen, Stadtbaurätin Elisabeth Merk erhofft sich sowohl “qualifizierte Aussagen” zur so heftig debattierten Hochhaus-Frage als auch zur gewünschten kulturellen Nutzung der Paketposthalle.
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Die CSU hält rein gar nichts von dieser flankierenden Maßnahme. Es gebe hier einen Bebauungsplan mit frühzeitiger Behörden- und Bürgerbeteiligung, erklärte Gudrun Piesczek, “das hat bereits stattgefunden”.
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BA-Chefin Anna Hanusch (Grüne), auch Stadträtin, hat bereits beim Planungsreferat vorgefühlt, ob man bei der Auswahl der 100 Bürgergutachter nicht eine Art Vorfilter einbauen kann, der garantiert, dass eine bestimmte Zahl Menschen aus dem direkten Umfeld der Paketposthalle dabei ist.
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Von Sonja Niesmann, Neuhausen/Nymphenburg

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