Süddeutsche vom 29. Juni 2021: Mauer der Ablehnung

Die Online-Erörterung zu den Plänen der Eggarten-Siedlung gerät zum Spießrutenlauf für die Verwaltung. Die Kritik der Anwohner am Verdichtungsprojekt im Grünen zielt auch auf die Veränderung des Stadtklimas
…..Zu beneiden waren sie nicht, die Mitarbeiter des städtischen Planungsreferats. In einer Abendveranstaltung haben sie jetzt den aktuellen Stand der Planungen für die neue Eggarten-Siedlung vorgestellt. Dort wo jetzt ein paar verfallene Häuser inmitten von verschlafenen Kleingärten und alten Bäumen stehen, sollen Ende des Jahrzehnts rund 1800 neue Wohnungen in dicht bebauten Häuserblocks und einigen Wohnhochhäusern von bis zu 36 Metern Höhe entstehen.
……So mussten die Planer den Bürgern ein Projekt schmackhaft machen, das sie zwar inhaltlich gestalten, deren Vorgaben allerdings vom Stadtrat und Investoren kommen.
……
Die Stimmung im Chat war grundsätzlich gegen das Projekt gerichtet. “Für die Natur bleibt nichts”, war zu lesen. Oder: “Die Stadt lässt sich vom Investor kaufen… erbärmlich.” Doch zumindest einige der Bedenken versuchten die Planer zu zerstreuen. “Es wird keine Betonwüste”, versicherte eine Mitarbeiterin des Planungsreferats. “Wir werden dafür sorgen, dass auch die Baustoffe zu dem Modellvorhaben passen und nachhaltig sind.”
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Von Jerzy Sobotta, Lerchenau

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