Schießanlage am Rande des Forstenrieder Parks bekommt Zuschuß und zinsloses Darlehen

Leserbrief zum Artikel in der SZ vom 4. März 2021: Förderrichtlinien sind erfüllt
Wir berichteten im Juni 2020 darüber (Link)

Der Münchner Stadtrat hält an seiner Absicht fest, den Verein Hubertus für Jagd- und Sportschießen bei der geplanten Erweiterung und Modernisierung seiner Schießanlage im Forstenrieder Park finanziell zu unterstützen. Wegen der vorgesehenen Zuwendung in Millionenhöhe hatte neben der Bürgerinitiative “Forstenrieder Park ohne Schießanlage” zuletzt auch die Stadtratsfraktion Die Linke/Die Partei Zweifel an der Zulässigkeit dieser Hilfestellung angemeldet. Diese passe nicht in Krisenzeiten, überdies habe der Verein möglicherweise den Unterhalt seiner 1924 errichteten Anlage vernachlässigt und sei ein reiner Männerklub, lauten die Einwände.
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Von Jürgen Wolfram, Forstenried

Ja, mei, es kommt halt auf die Proportionen an ! (bezugnahme SZ v. 04.03.2021)
Selbst nach Prüfung durch das Revisionsamt der Stadt soll der Schützen- und Jagdverein Hubertus von der Stadt München für die Generalsanierung seiner Schießanlage am Rande des Forstenrieder Parks mit 2 Millionen Euro und einem zinslosen Darlehen in Höhe von 700 000 Euro für einen längeren Zeitraum gefördert werden. Dies alles, obwohl dieser Verein gerademal 200 Mitglieder hat, die im Stadtgebiet selbst wohnen.
Wenn man eine solch großzügige Förderung und Unterstützung für einen Miniverein gegenüber dem Verfall unserer Olympia-Regattastrecke (als Denkmal besonders schützenswert) vergleicht, in welcher, wie die SZ vom 01.03.2021 darlegt, mehr 3000 Mitglieder in 12 Vereinen beheimat sind, dann stimmen einfach die Proportionen nicht ! Offensichtlich haben die Schützen- und Jagdfreunde im Stadtrat eine bessere Lobby und Zugang zu den Mandatsträgern im Stadtrat. Wie soll das alles ein braver Münchner Steuerzahler verstehen.
Elfriede Messmer, München

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