Leserbrief zum Artikel in der SZ vom 24. Juni 2021: Aubing – Im Westen wachsen die Sorgen

25. Statusbericht #lebenswertesaubing: Bürgerversammlung 2021  -25.6.2021

Liebe MitstreiterInnen,

dieser Statusbericht beschäftigt sich mit der Bürgerversammlung (BV) vom 22.06.2021.

Es war, wie ein Teilnehmer auch richtig bemerkte, dieses Jahr schon eine etwas merkwürdige Ortswahl und das obwohl die letztjährige BV wegen Corona ausgefallen ist. Die BV in der Schule an der Schrobenhausener Straße in Laim abzuhalten kann nur mit Aufwandsbegrenzung der Verwaltung begründet werden. Mit Bürgernähe hat das aber nichts zu tun. Es war deshalb auch nicht verwunderlich, dass der Besuch sich in Grenzen hielt. Als ob wir nicht geeignete, mit jeglicher Technik ausgestattete, Hallen in Freiham hätten. Der Antrag die BV zukünftig wohnortnah durchzuführen wurde von den Bürgern folglich auch positiv beschieden.
Wenn ich mich richtig erinnere war es bei BVen auch immer üblich, dass Bürger die Antworten der Verwaltung hinterfragen konnten. Diesmal waren Fragen zu den Ausführungen der Verwaltung nicht zugelassen. Ein Dialog wurde seitens der 3. Bürgermeisterin konsequent unterbunden. Das führte leider auch dazu, dass unvollständige Ausführungen seitens der Vertretung des Mobilitätsreferates zur Barrierefreiheit des Durchgangs am Bahnhof Aubing nicht richtiggestellt werden konnten. Zur Erinnerung – wir haben seit unserer Podiumsdiskussion am 23.10.2019 die dokumentierte Zusage der Stadtbaurätin für eine zeitnahe Errichtung eines Provisoriums.

Was uns auch sehr verwunderte, war die Aussage der Vertretung der Stadtplanung HAIII (auf unsere Anträge hin) dass die Gesamtplanung für Bahnhof, Ubo Areal… noch vor der Sommerpause dem BA vorgestellt werden soll. Wir, zusammen mit dem Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing, fordern seit Dezember 2020 die Verwaltung regelmäßig dazu auf eine Gesamtplanung anzugehen und mit den Bürgern zu diskutieren. Auf Antwort warten wir immer noch. Auch die für das Frühjahr versprochene Bürgerbeteiligung bezüglich der Gestaltung des Ubo Areals steht noch immer aus. Wir sind gespannt was da jetzt kommt.

Der Antrag zur ärztlichen Versorgung des 22. Stadtbezirkes wurde von der 3. Bürgermeisterin selbst beantwortet. Sie ist dort aktiv eingebunden und hat dem Antragsteller den direkten Kontakt angeboten. Wir würden uns freuen, wenn sich da tatsächlich etwas bewegen würde.

Und dann noch unser Dauerbrenner- die Anbindung Freiham an Aubing. Auf unseren Antrag die folgende Antwort (SZ vom 23.06.2021): „”Wenn ich Sie wäre”, antwortete Robert Adam vom Mobilitätsreferat, “würde mich das auch stören”. Aber es sei nun mal “nicht vorstellbar”, dass der Autoverkehr, der zwangsläufig entstehen werde, nur über die Autobahn und die Bodensee- und Wiesentfelser Straße laufe. “Es muss”, so Adam, “einen Weg nach Norden geben”. Kann es sein, dass da etwas durchgedrückt werden soll. Laut Aussage des Planungsreferates sollen die Ergebnisse der vertieften Machbarkeitsstudie zum Anschluss Freiham an Aubing „nach der Sommerpause“ vorgestellt werden. Ich befürchte einen heißen Herbst.

Jürgen Müller (Lebenswertes Aubing)

Wie soll denn das Ubo-Areal nach den Neubauten nun wirklich aussehen?
Leider sind die aktuellen Pläne noch nicht für die Öffentlichkeit einsehbar sondern nur in öffentlichen Sitzungen „gezeigt“ worden. Durch diverse Zeitungsinterviews lässt sich dennoch ein ziemlich genaues Bild rekonstruieren:

„Insgesamt 24 Garagen werden benötigt. Circa 70 Meter lang und 13 Meter tief könnten sie werden.“
„ Entweder könnten die Gebäude entlang der S-Bahn ausgerichtet werden. Eine andere Lösung wäre die Garagen direkt hinter dem Bestandsgebäude zu situieren.“ ( Auszug aus dem Wochenanzeiger München)

„Es geht um bis zu 40 Bäume, die laut Müller „älter sind als der THW-Standort selbst.“ Eine der Planungsvarianten sehe sogar zusätzlich den Abriss des 30 Jahre alten Reitstalls vor.“ (Auszug aus der Abendzeitung München)

Die BVAN hat eine Rekonstruktion basierend auf den Zeitungsartikeln erstellt. Diese stellen lediglich unsere Interpretation der Presseberichte dar und erheben keinerlei Anspruch auf Exaktheit. Gerne freuen wir uns über eine aktive Bürgerbeteiligung durch die MGS und die Veröffentlichung der tatsächlichen Pläne.

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