TZ vom 20. Mai 2026: Paketpost-Türm – Stadtrat beschließt Bebauungsplan – wann könnte das Projekt nun starten?

Der Stadtrat gibt grünes Licht für Paketpost-Türme, der Bebauungsplan soll in Kraft treten. Wie geht es nun mit dem Großprojekt weiter – wann könnte der Bau starten?

…..Gut sieben Jahre ist es her, dass Ralf Büschl seine Pläne für das Paketpost-Areal erstmals vorgestellt hat: Zwei Türme mit jeweils 155 Metern Höhe will der Investor hier nahe der Friedenheimer Brücke errichten – als Teil eines neuen Quartiers. Die Pläne lösten hitzige Debatten aus, beschäftigten immer wieder den Stadtrat und zogen fast ein Bürgerbegehren nach sich (das jedoch nicht zugelassen wurde). Nun rückt das Projekt einen weiteren Schritt näher an die Umsetzung. Der Stadtrat hat am Mittwoch beschlossen, den entsprechenden Bebauungsplan zu veröffentlichen – voraussichtlich am 30. Juni, wie das Planungsreferat mitteilte. Damit tritt dieser Plan dann offiziell in Kraft.

….Die Büschl-Gruppe plant auf dem rund zwölf Fußballfelder großen Areal insgesamt 1190 Wohnungen in den beiden Türmen. Knapp die Hälfte davon soll gefördert sein. Hinzu kommen rund 55 preisreduzierte Wohnungen für Menschen in systemrelevanten Berufen. Außerdem sollen Arbeitsplätze für rund 3000 Menschen entstehen. In der denkmalgeschützten Paketposthalle, die erhalten bleibt(?), soll ein Ort für Kultur geschaffen werden.

….Die markante Form und die Höhe der Türme stehen laut einem Vertreter der Büschl-Gruppe dagegen bereits fest. Läuft alles nach Plan, sollen die Ergebnisse des Wettbewerbs Ende dieses Jahres vorliegen.
….Die Büschl-Gruppe plant, die letzten Bauanträge 2027 einzureichen. Nach deren Genehmigung könnte der Bau starten. Ziel ist es, das Projekt bis 2033 fertigzustellen. Allein die Tiefbauarbeiten dürften etwa ein Jahr dauern.

…Das städtische Planungsreferat sieht nun auch keine weiteren rechtlichen Risiken für den Bebauungsplan. Gegner des Projekts könnten nur noch versuchen, die Satzung innerhalb eines Jahres per Normenkontrollverfahren anzugreifen, um die Zulässigkeit juristisch prüfen zu lassen. Unabhängig davon bleibt ein Thema offen – und darum ging es auch am MIttwoch im Stadtrat: Wie geht es mit dem Backstage weiter, das direkt neben der Paketpost liegt? Die Betreiber des Kulturzentrums befürchten, dass durch den Bau ihre Existenz gefährdet werden könnte (tz berichtete) – vor allem durch mögliche Lärmklagen künftiger Bewohner.
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von Julian Limmer

Foto: Visualisierung vom Schloß Nymphenburg aus gesehen, die beiden dunkleren Türme sind die geplanten an der Paketposthalle © Bürgerdialog

Ein Kommentar

  1. Blickachsen werden missachtet, die Straßen, wie auch der öffentliche Verkehr, werden die entstehende Zunahme an Verkehrsteilnehmern nicht mehr verkraften.
    Es ist eine große Dummheit und Schande

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