Interimsbahnhof, © DB InfraGO

Süddeutsche vom 11. Mai 2026: 20 Millionen Euro für ein Gebäude, das in zehn Jahren wieder abgerissen wird

Der Umbau des Hauptbahnhofs findet bei laufendem Betrieb statt. Damit der während der Bauarbeiten nicht zusammenbricht, errichtet die Bahn einen „Interimsbahnhof“. Wo er stehen soll und was darin unterkommt.

…..Fünf Stockwerke, 20 Millionen Euro Baukosten – und nach voraussichtlich zehn Jahren kommt alles wieder weg. An der Bayerstraße, am südlichen Ausgang des Münchner Hauptbahnhofs, hat die Deutsche Bahn (DB) begonnen, einen „Interimsbahnhof“ zu bauen. Von Mitte 2027 an sollen hier wichtige Anlaufstellen für Reisende gebündelt werden: Das Reisezentrum, in dem die Passagiere ihre Tickets kaufen, der Wartebereich, die DB-Lounge, das Fundbüro, die Schließfächer, Toiletten und die Räume für die Bundespolizei.
….Dies alles wird benötigt, um den Betrieb des Bahnhofs aufrechtzuerhalten, den nach Angaben der Bahn derzeit täglich bis zu 450 000 Menschen nutzen. Die gastronomischen Betriebe ziehen nicht in das neue Interimsgebäude ein. Sie sollen künftig in Containern unterkommen, wo genau diese dann stehen werden, steht bislang nicht fest.

…„Interimsbahnhof“ nennt die DB das Gebäude deshalb, weil es nur so lange gebraucht wird, bis der Umbau des Hauptbahnhofs abgeschlossen ist. Dann wird es wieder abgerissen. 🙁

…Nach derzeitigem Stand soll die zweite Stammstrecke 2035 fertig sein, das ist jedenfalls die offizielle Angabe der Bahn. Die Bauarbeiten für den Hauptbahnhof sollen bis 2038 dauern, dann soll die Station eine Kapazität für bis zu 850 000 Reisende haben. Wo einst das alte Empfangsgebäude mit seinem berühmten Vordach, dem Schwammerl, stand, soll es dann ein riesiges unterirdisches Bauwerk geben, darüber entstehen sieben oberirdische Geschosse mit Serviceeinrichtungen der DB, Einzelhandel, Gastronomie und Büros.
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von Andreas Schubert

Foto: Interimsbahnhof, © DB InfraGO

Ein Kommentar

  1. da hätte man den alten Hauptbahnof stehen lassen können – wer verdient an einer derart überflüssigen „Baumaßnahme“ wohl wieviel? Wer wird für eine derart verantwortungslose Geldverschwendung zur Rechenschaft gezogen? Wer ist dafür verantwortlich? Bitte um Namensnennung!

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