Süddeutsche vom 20. April 2026: Millionen für Moosach

Der St.-Martins-Platz in Moosach. Das hier gelegene Kulturzentrum soll um einen großen Saal erweitert werden.

Jokerflächen für Begegnungen statt Raum für Autos, energetisch sanierte Altbauten, ein Friedhof mit Radfahrerschneise: In Moosach soll sich zeigen, wie die Stadt schöner werden kann – weil sich das trotz Finanznot offenbar letztlich rentiert.

…Dass die in ihrem Viertel vor fünf Jahren begonnene Stadtsanierung fortgesetzt wird, steht nach einem entsprechenden Beschluss des Stadtrats jetzt fest.
..Der Planungsausschuss folgt damit der eindringlichen Forderung von Stadtbaurätin Elisabeth Merk, die städtebauliche Aufwertung des Sanierungsgebiets im Münchner Norden trotz aller Haushaltsengpässe keinesfalls zu stoppen. Der Grund: 60 Prozent des für die Sanierung benötigten Geldes kommen als Refinanzierung via Städtebaufördermittel von Bund und Freistaat Bayern in den städtischen Etat zurück.

…Dennoch: Nach fünf Jahren Stadtsanierung sind einige der nun anstehenden Vorhaben bereits definiert. Und der Planungsausschuss hat – einem Änderungsantrag der CSU folgend – auch Prioritäten gesetzt. Als Erstes sollen die Wohnsiedlung der Münchner Wohnen westlich der Dachauer Straße saniert und aufgestockt sowie das Kulturbürgerhaus am Moosacher St.-Martins-Platz um einen großen Saal erweitert werden.
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von Wllen Draxel

Foto: Das Botanikum, Von Grissef – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=135471361

2 Kommentare

  1. Planung am falschen Ort
    Eine absolut falsche Rechnung
    Ich bin total geschockt und gegen eine Aufstockung der wohnsiedlungen.
    Eine einzige Katastrophe

  2. Ob das Quartier an der Dachauer Straße – anhand einer eigtl. sinnvollen Rahmenplanung – bei der Münchner Wohnen dann wirklich eine „Siedlung mit Vorbildcharakter“ wird, halte ich für fraglich.
    Zum Einen, was den wichtigen alten Baumbestand angeht:
    Im August 2024 (https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-moosach-stadtsanierung-gruenflaechen-lux.S8rLbGraRpTrApVHUFDKxD) war noch zu lesen:
    “ ..[vorhandene]2000 Wohnungen … in den Zeilenbauten … um etwa 700 Wohnungen erweitert werden sollen. Bei der Sanierung sollen die graue Energie und die großzügigen Freiflächen mit dem alten Baumbestand erhalten werden“.
    Nun ist „von 800 zusätzlichen Wohnungen…beispielsweise am Wintrichring.“ die Rede.
    Die schönen alten Bäume dort habe ich selbst schon einmal gesehen.
    Zum Anderen gibt es in Ramersdorf, Haldenseesiedlung und in Moosach, Karlingerstraße sehr traurige Beispiele, wie furchtbar wenig die Münchner Wohnen bei Sanierungen vom Baumbestand übrig lässt.

    Seltsam klingt auch „die Weiterentwicklung der Kleingartenanlagen am Westfriedhof zu einem Park. Oder die Schaffung eines „Schulcampus“ im Bereich der Jenaer- …Straße“
    Soll die Kleingartenanlage da verschwinden? – Kleingartenanlagen sind in München ein Hort der Biodiversität!
    Ein Schulcampus würde beim Bau wohl auch zu einer starken Versiegelung und Grün-Vernichtung führen – dazu sollte man sich mal den Schulcampus in Fürstenried, Königswieserstr. anschauen.

    Wir dürfen wieder einmal gespannt sein, was „Vorbildcharakter“ hier in München bedeutet…

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