Die Experten der Stadt machen den Architekten Vorgaben für den Neubau, in dem auch Büros, Wohnungen und ein Hotel unterkommen sollen. Um die bisherige Kaufhaus-Filiale steht es schlecht.
…..Der geplante Neubau an der Stelle des Galeria-Kaufhauses am Rotkreuzplatz in München ist aus städtebaulicher Sicht denkbar – wenn er niedriger ausfällt als bisher geplant. Dieses Urteil hat die Stadtgestaltungskommission in ihrer Sitzung am Dienstagabend den Bauherren, deren Architekten und der Lokalbaukommission (LBK) der Stadt für die nächsten Schritte mit auf den Weg gegeben.
….Gleich zu Beginn der Diskussion über das Vorhaben gab Stadtheimatpfleger Bernhard Landbrecht den Ton vor. Aus seiner Sicht sind zwei wesentliche Bedingungen zu beachten: „die bedeutende Sichtachse“ über die Nymphenburger Straße, an deren Ende der Neubau entstehen soll, sowie das dem bisherigen Kaufhaus benachbarte, etwa 55 Meter hohe Schwesternwohnheim am Rotkreuzplatz. „Das ist eines der besten Hochhäuser, die wir in München haben“, so Landbrecht. „Neben einem solchen Hochhaus gibt es keine weiteren Götter.“
….Deshalb verwarf er die drei Varianten, die Fabian Ochs von OSA Architekten zuvor präsentiert hatte: Sie sahen für den Neubau einen Hochpunkt am Rotkreuzplatz zwischen 30,5 und 36,7 Metern Höhe vor. Der Neubau dürfe aus seiner Sicht „maximal die Firsthöhe der umgebenden Bebauung“ erreichen, sagte Landbrecht.
….Am Rande der Kommissionssitzung am Dienstag war zu hören, dass der Mietvertrag im kommenden Jahr auslaufe und damit zu rechnen sei, dass Galeria die Filiale aufgebe. Eine Konzernsprecherin verwies am Mittwoch auf eine zwei Wochen alte Mitteilung, in der es heißt, Galeria kämpfe „für den Erhalt unserer Filialen“. Darüber hinaus gebe man „zu Inhalten derzeit laufender Gespräche und Mietverhandlungen keine Auskunft“, so die Sprecherin.
weiterlesenvon Sebastian Krass
Foto: Quelle Immobilien Zeitung, © Alexander Heintze
