Abendzeitung vom 2. Februar 2026: Hightech-Häusl für bis zu eine Million Euro: Darum empört das Klo im Münchner Park

Die Stadt will in den Leopoldpark eine öffentliche Toilette bauen. „Brauchen wir nicht“, schimpft eine Initiative von Anwohnern. Warum sie gegen das stille Örtchen sind – und Viertelpolitiker dafür.

….Mann ist aufgebracht, stocksauer sogar….
In Kürze will die Stadt just an der Stelle des Parks unter Bäumen ein öffentliches Klohäusl hinstellen.
Als Teil der „Toiletten-Offensive“ mit der OB Dieter Reiter die Zahl der öffentlichen stillen Örtchen in der Stadt deutlich erhöhen will.

…Das kostet der Stadt richtig Geld, denn diese modernen Häuschen, die nach jeder 10ten Benutzung automatisch mit einem Hochdruckreiniger gesäubert wird, kostet etwa 600.000 bis 1 Mio EURO auf 15 Jahre zzgl. Kosten für den Betreiber, der sich um den Unterhalt und die Reinigung kümmert.

Eine Bürgerinitiative sagt: „So ein Häusl brauchen wir nicht, ist doch 50 Meter weiter die Uni-Mensa in der die Toilette Halb-Öffentlich ist und sogar einen Wickeltisch für Säuglinge bereit hält-
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von Irene Kleber

Unter dem Motto: „Klo Royal – Grünland retten“ findet am 1. März 2026 ab 12 Uhr eine Demo am Leopold-Park statt

2 Kommentare

  1. Menso-Klo ist für Mensa-Besucher.
    Mein Klo ist auch nicht für die Passanten.
    Aber man könnte ggf mit einer Ausgleichszahlung der Stadt für Klopapier und Reinigung und Teparaturzuschuss die Klo-Benutzung durch die Parkbesucher ausgleichen.
    Wär das vielleicht eine Möglichkeit, das einmal einen Sommer lang zu testen und dann erst über die große Investition zu entscheiden.
    Alles mit dem Gedanken, ob solche wundersame Klo-Vermehrung auch andernorts möglich ist.

  2. Grundsätzlich bin ich für Toiletten und für die Möglichkeit, im öffentlichen Raum Trinkwasser zu bekommen.
    Ob das Häusl an dieser Stelle optimal platziert ist, kann ich nicht beurteilen, da sollen die Anwohner passende Standorte suchen.
    Wie schaut es mit der Länge der Leitungen für Frischwasser und Abwasser aus? Kriegt man in die Abwasserleitungen genug Gefälle?
    Das halböffentliche Unimensa-Klo müsste rechtssichere Öffnungszeiten haben. Ob die Stadt sich dafür mit einer Reinigungspauschaale erkenntlich zeigt, wäre zu überlegen.
    Sie lassen ja auch nicht jeden dahergelaufenen Passanten auf Ihr Klo, dazu ist der Ort zu intim, zu verschmutzungsanfällig, also versteh ich auch die Uni., das Klo ist erst mal für die Essensgäste. Gaststätten nehmen von Nicht-Gästen ein Fuffzgerl oder einen Euro, das ist aber auch nicht im Sinn einer Toilette für alle.

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