Süddeutsche vom 18. Dezember 2025: Stadtrat beschließt Millionendeal mit Investoren – für einen neuen Platz in der Innenstadt

Pläne für die Neugestaltung des eher tristen Georg-Kronawitter-Platzes in der Münchner Innenstadt gibt es schon seit Jahren. Nun hat die Stadt einen Grundsatzbeschluss gefällt. Wenn es gut läuft, könnten 2027 die Bauarbeiten beginnen.

…Der Stadtrat verabschiedete am Mittwoch in nicht-öffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit einen Grundsatzbeschluss für einen Grundstückstausch, der dem Platz zu einem neuen und deutlich freundlicheren Gesicht verhelfen soll. Vorgesehen ist, dass die Inka Unternehmensgruppe (Inka) der Familie Inselkammer gegen eine Aufzahlung von etwa 60 Millionen Euro ein Areal für ein Bauvorhaben erhält. Im Gegenzug bekommt die Stadt einen Bereich, der als öffentlicher Platz und Durchgang von der Kaufingerstraße zur Hofstatt und ins Hackenviertel genutzt werden soll.

…Die Familie Hirmer wollte ursprünglich in Kooperation mit der Hammer AG von CSU-Stadtrat Hans Hammer auf dem Gelände des sogenannten Hirmer-Parkhauses ein neues Geschäfts- und Bürogebäude errichten, in das auch ein Ableger des Modehauses einziehen sollte. Doch nach einer internen Neuausrichtung und einem Streit in der Familie gab Hirmer diese Pläne auf. Die Stadt muss nun einen neuen Investor suchen, der das Gelände im Erbbaurecht übernimmt und bebaut.

…Der Georg-Kronawitter-Platz, der früher Sattlerplatz hieß, soll schon seit etwa zehn Jahren attraktiver und Teil einer erweiterten Fußgängerzone werden. Auf Basis ihrer Vorstellungen ließ die Stadt für das ganze Areal vom namhaften Büro des Architekten Norman Foster einen Masterplan mit drei Neubauten erarbeiten, der eine „gemischte Nutzung von Einzelhandel, Dienstleistung, Büro und Wohnen“ enthalten sollte.
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von Heiner Effern und Sebastian Krass

Ein Kommentar

  1. Wenn ich lese „mehrgeschossige Tiefgarage“, dann fass ich mir an den Kopf. Wer da parken will/soll/darf, fährt ganz mitten hinein in die Stadt, in die Altstadt und das ist doch ein Hohn, wenn gleichzeitig gewünscht ist, in Zeiten des notwendigen Klimaschutzes und der erwünschten Lebensqualität in der Stadt die Autos draußen zu halten.
    Der Lieferverkehr ist natürlich zum Liefern notwendig, aber die Lieferanten fahren ja zumeist wieder weg um anderswo und anderswann erneut etwas zu liefern. Wie viele mehrgeschossige Tiefgaragen braucht es dann wirklich?
    Leute, so wird das nix mit der Altstadt für Alle (Menschen), nicht für alle Autos.

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