Zwei Münchner Immobilien aus dem Bestand der insolventen Signa-Gruppe sollen noch vor Weihnachten verkauft werden. Die Deals könnten zusammen rund 600 Millionen Euro schwer sein.
Es sind Tage der Wahrheit für die Innenstadt. Nach Jahren des Stillstands tut sich was an den Benko-Immobilien in Bestlage. Das gilt nicht nur für die Luxus-Bauruine der Alten Akademie, über deren geplanten Verkauf unsere Redaktion gerade erst berichtete – sondern auch für zwei weitere Immobilien, die das Münchner Stadtbild prägen. Konkret geht‘s um das Oberpollinger-Haus in der Fußgängerzone und den ehemaligen Karstadt an der Schützenstraße im Bahnhofsviertel. Beide Gebäude sollen für hohe Millionenbeträge verkauft werden.
…Der Oberpollinger, das Edel-Kaufhaus neben dem Karlstor, soll an den Münchner Immobilien-Multi Erich Schwaiger gehen. Der geheimnisvolle Geschäftsmann, der zuletzt bereits das Schuster- und das Hirmer-Haus gekauft hatte, könnte mit dem Oberpollinger seine Innenstadt-Immo-Sammlung in Richtung Stachus erweitern. (Rund 400 Mio € Kaufpreis)
…Große Verschwiegenheit begleitet auch den Verkauf eines anderen großen Benko-Blocks: des ehemaligen Karstadt entlang der Schützenstraße. In der Immobilien-Branche läuft der Komplex unter dem Namen „Corbinian“. Auch hier scheint nun ein Käufer gefunden zu sein: die Stumpf-Gruppe aus Österreich. Das Unternehmen hat mit dem Karstadt-Haus am Kurfürstendamm in Berlin sowie dem früheren Lamarr-Kaufhaus in Wien schon zweimal bei Ex-Benko-Besitz zugeschlagen. Jetzt sollen die Verhandlungen in Sachen Corbinian weit fortgeschritten sein: Man hört, dass der Deal noch vor Weihnachten unter Dach und Fach gebracht werden soll.
weiterlesenSascha Karowski, Uli Heichele
Foto:Von Fentriss – Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52674541
