TZ vom 6. November 2025: Denkmalschutz für Ami-Siedlung gefordert: Stadt München ändert schon die Baupläne

Anwohner der Ami-Siedlung am Perlacher Forst setzen sich für den Erhalt der Wohnanlage ein. Die Stadt München prüft Alternativen zur Nachverdichtung.

..Über den Denkmalschutz versuchen Anwohner der „Ami-Siedlung“ am Perlacher Forst die vorgelegten Nachverdichtungspläne des Bundes für günstigen Wohnraum zu Fall zu bringen. Offenbar mit erstem Erfolg. Stadtbaurätin Elisabeth Merk kündigte gegenüber unserer Zeitung jetzt Änderungen bei der Planung an.

..Man wolle die Nachverdichtung gar nicht verhindern, beteuert Alois Schwarzhuber von der „Interessengemeinschaft Wohnanlagen am Perlacher Forst“ (IWAP). Sondern setze sich für den Erhalt der Siedlung und den Respekt für die Geschichte des Viertels ein. Und „gegen Abriss und die Punkthäuser“, tönt es aus der Gruppe seiner Mitstreiter.

..Doch genau das ist bislang die zentrale Idee der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Sie will 15 der insgesamt 54 Gebäuderiegel abreißen und sie durch fünf kubische Gebäudegruppen mit grünen Innenhöfen ersetzen. Zudem sollen auf den Bodenplatten der restlichen Bauten neue, um zwei Stockwerke höhere Riegel errichtet werden. Insgesamt sollen rund 1000 zusätzliche Wohnungen zu Quadratmeterpreisen um die 10 Euro entstehen.

..„Aus Sicht der IWAP ist es unverantwortlich, neuen Wohnraum auf Kosten des Denkmalschutzes und unserer Lebensqualität zu schaffen, während vorhandene Wohnungen und Speicher ungenutzt bleiben“, so Schwarzhuber.
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von Carmen Ick-Dietl

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