Süddeutsche vom 15. September 2025: Endspurt der Olympia-Kontrahenten

Die Befürworter und die Gegner einer Olympia-Bewerbung rüsten sich für die entscheidende Phase: In wenigen Wochen stimmen die Münchner ab, und schon in den kommenden Tagen erhalten alle Wahlberechtigten Post.

…In den kommenden Tagen erhalten alle volljährigen Münchnerinnen und Münchner Post vom Kreisverwaltungsreferat (KVR). Inhalt: eine Wahlbenachrichtigung und die dazugehörigen Briefwahlunterlagen. Wer es bisher nicht weiß, erfährt dann, dass am 26. Oktober ein Bürgerentscheid ansteht. Da dürfen die Einwohner abstimmen, ob sich die Stadt erneut um Olympische Spiele bewerben soll, und zwar für 2036, 2040 oder 2044.

…Schon vor den Sommerferien hatten die Kritiker „NÖlympia“-Slogans in der Stadt aufgehängt, in den Sommerferien dann das wiederbelebte Bündnis „NOlympia“ präsentiert…und am Montagmorgen klebten die Vertreter der im Bündnis vereinten Parteien und Organisationen nun neue Plakate mit neuen Motiven auf Werbeständer. Grundtenor: „Für München – gegen Olympia.“ Grundgedanke: „Die Stadt hat schon jetzt eine katastrophale Haushaltslage, Olympia kann sie sich nicht leisten“, wie Tobias Ruff sagt, Vorsitzender des Landesverbandes sowie der Stadtratsfraktion der ÖDP.

..Die Plakataktion fand an einem symbolträchtigen Ort statt, an der Maximiliansbrücke unterhalb des bayerischen Landtags. Die dort vertretenen Parteien sind ja mehrheitlich für eine Olympia-Bewerbung, wie Bayerns Staatsregierung und Münchens Stadtspitze auch. In deren Sinn legten am Montagmittag erst einmal Vertreter und Vertreterinnen von Bayerischem Landes-Sportverband, Münchner Sportjugend sowie von den Stadtratsfraktionen Grüne/Rosa Liste/Volt, SPD und CSU im kleinen Kreis eines Pressegesprächs ihre Beweggründe für eine Olympia-Bewerbung dar.
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von Joachim Mölter

Foto: © Johannes Simon

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