Süddeutsche vom 4. Mai 2022: Giesing streitet über die Würfel

Bei einem Bürgerworkshop äußern viele Nachbarn Zweifel an den Plänen fürs Candid-Tor. Sie fürchten Gentrifizierung, Schattenwurf und eine Beeinträchtigung ihres Ausblicks.

Wie viel er in das Ärztehaus-Grundstück am Candidplatz investiert hat, wollte Michael Ehret, mit seinem Büro Ehret + Klein Hauptbauherr des geplanten “Candid-Tors”, trotz drängender Nachfragen aus dem Publikum nicht verraten. Fest stand am Ende des Bürgerworkshops zum Projekt jedenfalls, dass sich Ehret und seine Partner von der Hamburger Values Real Estate in eine kritische Nachbarschaft eingekauft haben – für welchen Betrag auch immer.

…..Rund 110 Anwohner waren auf Einladung von Bezirksausschuss und Investor gekommen. Viele von ihnen zeigten sich unzufrieden…..

BA-Chef Sebastian Weisenburger (Grüne) versprach schließlich mindestens eine weitere Anwohner-Runde im Stil einer Themen-Bürgerversammlung. Zugleich bat er um Entschuldigung für den späten und offenbar nicht lückenlosen Versand der Einladungen durch einen externen Dienstleister. Wie schon zuvor bei Veranstaltungen zum Stadion-Ausbau gaben Teilnehmer an, nur zufällig von der Veranstaltung erfahren zu haben….
Ehret und die Veranstaltungsmoderatorin Claudia Neeser waren bemüht, die Untergiesinger vom Mehrwert ihres Projekts zu überzeugen: öffentliche Tiefgaragenplätze…..
“Was hat das mit dem Hochbau zu tun?”, wollte ein Teilnehmer wissen. Auf mehrmalige Nachfragen hatte Ehret die Höhe des Gebäudes mit 60 Metern angegeben, was einigen kritischen Teilnehmern zu niedrig schien angesichts von 17 Stockwerken und früheren Angaben…
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Julian Raff SZ

Foto: Simulation: MVRDV (Foto: MVRDV)

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Ein Kommentar

  1. Die Kiste, quadratisch, praktisch, viieel Geschossfläche , Münchens allerorten zu findende “Modernisierung” erreicht hier noch eine Steigerung, noch mehr Kisten. Es schaut aus, wie wenn jemand in Eile ein paar Umzugskisten ischlampig gestapelt hätte.
    Wollte München nicht hitzeresilient werden und nun werden ins Isartal, eine bisher spürbare Frischluftschneiße, lauter Hindernisse gesetzt. Und die Hochufer, die die Topographie “an der grünen Isar” weithin sichtbar gemacht hatten, immer mehr und mehr verdeckt, überragt, mit absurdem Gerümpel bestückt. Seit dem “Betongebirg an der Schwanthalerhöh” ist ja schon manche Sünde passiert. Aber nun hat sich noch ein Abschnitt gefunden, wo man nochmal dominierend Investorengeschmack beweisen kann.
    Tiefgarage, das heißt auf deutsch. Wieder nix mit der Verkehrswende. Warum muss nicht jeder Investor statt Autostellplätzen einen entsprechenden Beitrag in den MVG-Topf legen?
    Gentrifizierung – Behinderung der Frischluftzufuhr – noch mehr Verkehr – gruseliger Anblick in Sichtweite der letzten kleinteiligen Bebauung.
    Wahrscheinlich steht dann im Verkaufsprospekt: “Nur einen kurzen Spaziergang entfernt sind die romantischen Gässchen um die Birkenau und zur Einkehr lädt das traditionsreiche Lukullus. Und von der Höhe grüßt die Heilig-Kreuz-Kirche.”

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