München-Eggarten: Offener Brief an die Stadtratsfraktionen – Einspruch gegen die Bebauung der Eggarten-Siedlung

Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei finden Sie meinen Einspruch gegen die geplante Bebauung der Eggarten-Siedlung mit der Bitte, diese einzigartige, klimatisch sowie ökologisch wichtige Fläche von der Bebauung auszunehmen und unter langfristigen Schutz zu stellen – zum Wohle der Stadt, der Natur und unserer Gesundheit.
Der Eggarten befindet sich an der Kreuzung zweier Biotopverbundachsen und ist damit ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Da das Gebiet auch in einer der wichtigsten Frischluftschneisen Münchens liegt, hat er auch für das zukünftige Stadtklima große Bedeutung.

Im Art. 141 der Bayerischen Verfassung im Artikel 141 heißt es:
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut. Tiere werden als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt.Mit Naturgütern ist schonend und sparsam umzugehen. Es gehört auch zu den vorrangigen Aufgaben von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts, Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen zu schützen, (…), die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu erhalten.


Das Umweltbundesamt stellt in seiner diesjährigen Risikoanalyse fest:
„Landschaften und Städte müssen wir so umbauen, dass sie sich ohne Schäden an Ökosystemen, Häusern und Infrastrukturen wie ein Schwamm mit Wasser vollsaugen und es wieder abgeben können. Wir müssen asphaltierte Flächen verkleinern oder mit wasserdurchlässigen Baustoffen ersetzen, Freiflächen und Begrünung schaffen und den Flächenverbrauch so schnell wie möglich reduzieren. Viele dieser Anpassungsmaßnahmen stärken nicht nur die Ökosysteme, sondern verbessern zugleich die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen.“

Wenn sich die von Bürgern gewählte politische Vertretung im Stadtrat und die im Auftrag der Bürger handelnde Verwaltung der Stadt München nicht für das Stadtklima, unsere Lebensqualität und Gesundheit einsetzt, die Naturschutzgesetze, Stadtratsbeschlüsse, Volksbegehren und die Belange des Umwelt- und Artenschutzes berücksichtigt, wer soll es dann tun?


Im Anhang finden Sie eine ausführliche Darstellung meiner Argumente. Falls Sie nicht überzeugt sind, planen Sie doch einen Ausflug zum Eggarten ein, um sich persönlich ein Bild zu machen.

Mit freundlichen Grüßen,
Simone P.

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