München: Kirchtrudering – Bauvorhaben „Arrondierung Kirchtrudering“ (5. Bauabschnitt Messestadt)

Im Rahmen der Bebauung der Grünflächen zwischen Messestadt und Kirchtrudering sind die Planungen in der Stadtverwaltung schon weit fortgeschritten, der Stadtrat hat diese Planung am 9. Juni 2021 beschlossen. Die wichtigsten Eckdaten dazu lauten:

  1. 2500 Wohnungen für ca. 5500-6000 Bewohner! Das entspricht der 7,5-fachen Wohndichte gegenüber dem heutigen Trudering/ Riem, oder dem Faktor 1,6 gegenüber der Messestadt!
  2. 4-spurige Erschließungs-/Entlastungsstraße quer durch das Neubaugebiet von Am Mitterfeld  (Höhe Linnenbrügger Str.) zum Rappenweg. Mit 32m Breite incl. Rad- u. Fußwegen ist die Straße fast so breit, wie die Wasserburger Landstr. und belegt rund 10% der Gesamtfläche des Baugebietes! Die Straße soll zur Entlastung des Truderinger Ortskerns dienen, sowie auf der nördlichen Seite des Bahndamms künftig Gronsdorf anbinden!
geplante Straße, 4-spurig

Und es geht noch weiter … nächste Bauvorhaben zwischen A94 u. S-Bahn:

Als Bewohner in Kirchtrudering, Anrainer zum Neubaugebiet, oder Besucher des Riemer Parks möchten wir dringend folgende Vorschläge in das Projekt ARRONDIERUNG KIRCHTRUDERING einbringen:

  1. Qualität statt Quantität: Langfristiges Denken, Planen und Handeln der Stadt München: Bebauung mit max. 1500 Wohneinheiten (das entspricht in etwa der Dichte der heutigen Wohnbereiche der Messestadt) zu Gunsten von Freiflächen zwischen den Blöcken und besserer Wohn-/Lebensqualität, sowie der Verhinderung einer Überlastung der gegebenen Infrastruktur!
  2. Straße rein zur Erschließung des Wohngebietes: Priorität hat die 100%ige Vermeidung von zusätzlich angezogenem Verkehrsaufkommen, welches die Knotenpunkte u. Anschlussstraßen nicht bewältigen können! „800m 4-spurig“ durch das Neubaugebiet kann nicht die Verkehrsprobleme im Münchner Osten beseitigen. Eine Bevorrechtigung des MVV ist trotzdem möglich. 
  3. Sicherer und barrierefreier Zugang zum Riemer Park: Der Zugang zum Park muss trotz Neubau-gebiet und Erschließungsstraße für jede Altersgruppe und zu jeder Jahreszeit, sowie auch während der Bauphase sicher gewährleistet sein! Die wichtige Erholungsfunktion des Parks darf nicht beeinträchtigt werden!
  4. Nachbarschaftsverträgliche Bebauung: Übergang des Neubaugebiets über Grünflächen und gestufte Gebäudehöhen mit max. 3 Etagen (inkl. EG) hin zur Bestandsbebauung Mitterfeld, Truchthari-Anger und Straßl ins Holz. Wichtig ist eine strikte Beachtung von Lärm- und anderen Emissionen, insbesondere durch die neue Straße, sowie durch die gesamten Baumaßnahmen gegenüber den Bestandsgebieten, den neuen Bewohnern und den Parkbesuchern.

Peter Grünbeck, kirchtrudering@web.de

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3 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Gunhild Preuß-Bayer,

    darauf, dass manche Leute gerne die Stadt zubauen möchten, habe ich aktuell nur eine kurze Antwort mit Hilfe eines Links zum Stadtklimabericht von 2014.

    https://www.muenchen.de/rathaus/dam/jcr:fca69c78-f8b9-4637-8434-8dbad3c1a4c9/Karten_Stadtklimaanalyse_LHM.pdf

    Die nächsten Generationen, mit vielleicht +3° oder gar bis zu +5° im Durchschnitt, werden Ihnen diese Weitsicht sehr danken.

    Wie Sie sehen, liegt die Arrondierung KT exakt in einer Kaltluftzone, einer der letzten im Osten. Dasselbe gilt für das SEM Nord-Ost. Stadtobere, Grundstücksbesitzer und vor allem Bauträger freuen sich am schnellen Geld.

    MfG Peter Grünbeck

  2. Zu Peter Grünbeck
    Zu Punkt 1: Lieber Verdichtung da, wo gebaut wird, als statt dessen noch mal eine fast so große Fläche in Anspruch nehmen. Wohnqualität ist nicht in Einwohner pro ha zu messen.
    Zu Punkt 2: Nehmen wir als Maß Autos pro ha, dann kann daraus nur gefordert werden: alle Neubaugebiete müssen autofreie Siedlungen werden, schon hätte man große Teile der vorgesehenen Straßenfläche vor der Versiegelung und der Nicht-Nutzbarkeit für die Bewohner gerettet. Und es würde die Ziele eines München 2035 klimaneutral unterstützen. Diese Idee wird nämlich auch gerade diskutiert.
    Zu Punkt 3: Zugang zum Park sollte selbstverständlich sein. Gibt es da entgegenstehende Planungen?
    Zu Punkt 4: Bei 3 Stockwerken entsteht wenig Wohnraum, entweder höher bauen oder den Wohnungen statt Tiefgaragen Hobbyräume und Gemeinschaftsräume im Kellergeschoss zuordnen, welche erlauben, Wohnungen deutlich kleiner zu planen. Vier Stockwerk plus Dach sind auch bei kaputtem Lift gut zu bewältigen.
    Statt Kisten mit Flachdach Satteldächer, wie in der Bestandsbebauung, diese gern auch als Wohnraum ausbauen.
    Keine “Hochpunkte”. Diese zerstören jeden Blick von Ferne (siehe zB auch “Am Jagdfeld” in Haar.) . Geschossfläche bringen sie wenig.
    Zu Punkt 4, zweiter Teil: Keine Parkplätze im öffentlichen Raum, dann kommen auch keine Parkbesucher mit dem Auto. Gegenvorschlag: Eine “Parkbuslinie”, die am Wochenende bei schönem Wetter fährt und Riemer See, Keferloher Markt, Solalinden und Ostpark und noch den einen oder anderen Biergarten erschließt

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