Neues von der Truderinger Fauststraße 90 – Bürgerinitiative Fauststraße90 – “Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet”

Verehrte Anwohner, Nachbarn, Bürgerinitiativen, Politiker, Journalisten, liebe Leserin, lieber Leser,  

1.Termin – Absage wegen Corona möglich!

Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr,  Bürgerversammlung des Bezirks Trudering-Riem im Heinrich-Heine-Gymnasium, Neuperlach, Max-Reinhardt-Weg 27

2. Angeblich höhere Versiegelungswerte sollen Baurecht sichern  

Und wieder liegen neue Versiegelungsdaten für das Landschafts- und Wasserschutzgebiet an der Truderinger Fauststraße 90 vor. Diese neuen Werte liegen nun mehrere 100 Quadratmeter über den bisher genannten Werten! 

Eigentlich keine Überraschung, denn schließlich soll der Eindruck erweckt werden, dass durch die geplante Bebauung die versiegelte Fläche reduziert wird.

Dabei übersteigt dieser neue “Ist-Wert“ selbst alle früheren Angaben des Referats und des Grundeigentümers und Investors ganz erheblich. Das Planungsreferat muss sich auch deshalb fragen lassen, warum der neue Wert als “plausibel“ bewertet wurde und unbeanstandet bleibt. Belegt doch die Überprüfung der neuen Bilanz unter Berücksichtigung der amtlichen Berechnungsmethoden ganz eindeutig, dass die genannten Werte um mehrere 100 Quadratmeter zu hoch sind!

Offenkundig ist, dass die Versiegelungsautoren,  die auch mit der Bauplanung beauftragt sind, wohl im Auftrag des Investors amtliche Normen ignoriert und eigene großzügige Erfassungsmethoden und Versiegelungsfaktoren gewählt hat. Etwa für Tennisplätze, die seit Jahrzehnten sowohl technisch wie auch auf natürliche Weise entsiegelt und nachweislich zu üppig begrünten Flächen geworden sind.  

Die neue Bilanz kann demnach nur einen Zweck haben: Als Nachweis herzuhalten, dass künftig mit dem ober- und unterirdischen Mammutbau angeblich weniger Fläche versiegelt sein soll als heute. Ein leicht durchschaubares Manöver, denn eine Neubebauung mit Mehr-Versiegelung widerspräche rechtlichen Vorgaben und politischen Forderungen.

Auch der Bezirksausschuss 15 Trudering-Riem (BA 15) hat beim Planungsreferat eine Versiegelungsbilanz angefordert, vielleicht auch schon erhalten. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die widerrechtliche massive Heckenrodung 2016 durch den Grundeigentümer und den drohenden Baumfällungen im Zuge einer mit dem Bau geplanten Straßenprofilerweiterung sowie dem vom BA 15 angedachten Bau einer Buswendeschleife (alles im Landschaftsschutzgebiet!). Dazu die seltsamen und fragwürdigen Grundlagen sowohl bei der Ortswahl für den geplanten Siedlungsbau wie auch im Bauplanungsprozess. Und „Verzicht“ auf Dialog!

3. Ideen für Umweltgestaltung, soziale und sportaktive Nutzung!

Mit der neuen Bilanz sollen Zweifel zerstreut und Baurecht im Landschaftsschutzgebiet erwirkt werden. Es wird deshalb allerhöchste Zeit, dass Mitglieder im Münchner Stadtrat und im BA 15 eine Bebauung im Landschaftsschutzgebiet endlich als absurd und völlig unzeitgemäß brandmarken und ablehnen.

Umso mehr, als Klimanotstand, Grünflächenmangel, Bau-Verdichtung, Überforderung und Verkehrschaos ein vernünftiges Umdenken vieler Stadt-Verantwortlicher in Gang gesetzt haben. Mit der Beendigung des Bau-Planungsprozesses im Landschaftsschutzgebiet an der Truderinger Fauststraße 90 könnte die Kommunalpolitik ein weithin sichtbares Zeichen setzen für den in München dringend notwendigen Schutz und Erhalt von Grünflächen.    

Und damit könnte sich der Kreis schließen! Denn das Planungsreferat hat jahrzehntelang bis zur Kommunalwahl 2014 jede Bauanfrage für das Landschafts- und Wasserschutzgebiet an der Truderinger Fauststraße 90 konsequent abgelehnt. Schließlich gibt es auch kein Baurecht etwa nach § 34 BauGB! Stattdessen empfahl es eine Weiterentwicklung zur Grünfläche.

Und es gibt für diese Freizeitfläche mit integrierter kleiner Sporthalle gute Ideen für eine sinnvolle Nutzung als Ort für Umwelterziehung und Einfach-Sport für alle Altersgruppen, die auch soziale Ansprüche erfüllt.

4. Lasst uns miteinander reden – und handeln!

Wir wünschen Dialog. In Aussicht steht ein Termin mit den Grünen/RL. Kontakt aufgenommen haben wir unter anderem auch zu SPD-Stadträtin Dr. Julia Schmitt-Thiel (ehemals Truderinger Kulturzentrum) und wir hoffen, dass Green City-Mitglied und SPD-Stadtrat Andreas Schuster und andere („Gemeinsam für den Münchner Osten“) ebenfalls auf unsere Anfrage antworten.

5. Luftnummern?  – Planungsgrundlagen scheinbar erfunden und lückenhaft

Die mehrfach von uns und von Politikern geforderten „Ersten Gutachten zum Verkehr und Natur- und Artenschutz“ gemäß Aufstellungsbeschluss 2016 sowie die uns 2019 zugesagte Versiegelungsbilanz des PLAN-Referats wurden uns bisher ohne Begründung nicht zur Verfügung gestellt. Uns drängt sich der Eindruck auf, dass den Stadträten suggeriert wurde, es gäbe diese Unterlagen, obgleich es sie in dieser Form und Qualität eben nicht gibt.  Also doch nur Luftnummern?    

6. Billigungsbeschluss abwenden!

Der Beschluss kann abgewendet werden, wenn eine Stadtratsmehrheit, etwa die SPD/Volt-Fraktion und die Grünen/RL gemeinsam als Stadtregierung (gerne auch andere Parteien und Stadträte!) auch hier ökologisch umsteuern und konsequent auf der Grundlage von Wahrheiten und Argumenten (die wir gerne liefern) sich für eine soziale Nutzung der Freizeitanlage mit Erhalt der Art des Landschafts- und Wasserschutzgebiets entscheiden und den skandalösen und Investor getriebenen Bauplanungsprozess schnellstens beenden.   

Fragen beantworten wir gerne.    Danke für Ihre Unterstützung!   Bitte Info weiterleiten!!  Danke!

Bürgerinitiative Fauststraße 90 – https://www.fauststrasse90.de/

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