München: Stadtratsfraktionen fordern Mini-Wäldchen in den Stadtbezirken

Mini-Wäldchen für saubere Luft, Stadtklima und Artenvielfalt

Antrag

Die Stadtverwaltung wird gebeten, Flächen in jedem Stadtteil Münchens auszuweisen, die als Mini-Wäldchen umgestaltet werden können, um die Klimaanpassung der Stadt zu verbessern.
Die Bezirksausschüsse werden hier eingebunden. Für die Aufforstung der Flächen kann die Miyawaki-Methode angewendet werden. Sie ist eine der effizientesten Aufforstungsmethoden und kann auch sehr kleinräumig (ab 60m²) eingesetzt werden. Die Aufforstung auf diesen Flächen kann in Kooperation mit dem Citizens Forests e.V. erfolgen, der unentgeltlich Aufforstungen nach der Miyawaki-Methode im Auftrag von Kommunen durchführt.

Begründung

Die Bepflanzung einer Fläche mit Bäumen ist eine der effizientesten Methoden, um Kohlendioxid zu binden und damit etwas gegen den Klimawandel zu tun. Natürliche Wälder sind die Heimat für viele Tiere und Insekten. Aufforstung ist damit auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt bei uns.
Im Februar 2020 wurde vom Stadtrat ein Baumentwicklungskonzeptin Auftrag gegeben.
Die Miyawaki Methode kann hier auch mittelfristig helfen, mehr Aufforstung auf begrenztem Raum effizient, nachhaltig und ohne große Kosten umzusetzen.

Die Miyawaki Methode:
Durch die spezielle Bodenvorbereitung erreicht man ein sehr schnelles Wachstum von mindestens ein Meter pro Jahr. Verschiedene einheimische Pflanzenarten werden optimal kombiniert. Ein derartiger Wald hat eine bis zu 30-fach bessere Kohlendioxidabsorption im Vergleich zu einer Monokulturplantage. Nach circa drei Jahren entsteht ein autarker, natürlicher und einheimischer Wald. Die Miyawaki-Methode wurde weltweit durch das Engagement von Shubhendu Sharma bekannt. Das von ihm ins Leben gerufene Projekt Afforestt setzt die Miyawaki-Methode bereits seit 2011 erfolgreich ein und hat schon über 138 Wälder in 10 Ländern aufgeforstet.

Die Kernpunkte der Miyawaki-Methode auf einen Blick:

  • Bis zu 30-fach höhere Individuendichte als in herkömmlichen Pflanzungen.
  • Mindestens 25 verschiedene einheimische Arten wurden in demselben Gebiet gepflanzt
  • Wesentlich bessere Geräusch-und Staubreduzierung der Umwelt
  • Bis zu 30-fach bessere Kohlendioxidabsorption im Vergleich zu einer Monokulturplantage
  • Wachstum von mindestens ein Meter pro Jahr
  • Nach circa drei Jahren entsteht ein autarker, natürlicher und einheimischer Wald

Es kann komplett auf Kunstdünger verzichtet werden, der neue Wald ernährt sich selbst und unterstützt die lokale Artenvielfalt.

Quelle für weitere Informationen: https://www.citizens-forests.org/

Foto: Beispielfoto buergerdialog.online

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