München: Tierklinik Entwicklungscampus Königinstraße

Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2126Königinstraße (östlich),Veterinärstraße (nördlich),Englischer Garten (westlich)- Entwicklungscampus Königinstraße -Umstrukturierung des Areals der TierärztlichenFakultät der Ludwig-Maximilians-Universität- Billigungsbeschluss und vorbehaltlicher Satzungsbeschluß
(veröffentlicht am 27. Juni 2020, obwohl die Stadtratssitzung erst am 1. Juli 2020 stattfand!)

Beschluss des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnungvom 01.07.2020 (SB) Öffentliche Sitzung

Erhalt des Gebäudebestandes und der Tierklinik

Umgang mit dem Bürgervotum aus der Bürgerversammlung zugunsten des Erhalts der Tierklinik
Die Bürger*innen wünschten sich den Verbleib der Tierklinik und betrachteten die historischen Gebäude als erhaltungswürdig. Ein Abriss mache die Bürger*innen traurig und wütend.
Das Bürgervotum der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 3 Maxvorstadt vom 22.10.2015 mit einer überwältigenden Mehrheit werde offensichtlich ignoriert und als nicht repräsentativ abgetan. Die Bürger*innen hätten mit überwältigender Mehrheit für den Erhalt der schützenswerten historischen Gebäude gestimmt. Es wird gefragt, warum die Empfehlungen zum Erhalt der Bestandsgebäude aus der Bürgerversammlung keine Berücksichtigung finden.Stellungnahme:
Die Empfehlung Nr. 14-20 / E 00655 der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes 03 – Maxvorstadt vom 22.10.2015 wurde im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnungam 03.05.2017 (Sitzungsvorlagen-Nr. 14-20 / V 05035) abschließend behandelt. In der Beschlussvorlage wurde erläutert, dass die Gebäude der Tierklinik im Eigentum des Freistaats Bayern stehen und Teil der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sind. Aufgrund des Platzmangels und der unzureichenden Bausubstanz wird die Tierärztliche Fakultät Zug um Zug nach Oberschleißheim verlagert. Als Nachfolgenutzung strebt der Freistaat Bayern auf der Grundlage des Realisierungswettbewerbs von 2012/2013 die Etablierung des „Entwicklungscampus Königinstraße“ mit der Fakultät für Physik an. Die Beschlussvorlage enthält darüber hinaus auch Aussagen zum Denkmalschutz. Unter Würdigung aller Belange hat der Stadtrat zur Kenntnis genommen, dass die Gebäude der Tierärztlichen Fakultät nicht erhalten werden.▪Verbleib der Tierklinik in der InnenstadtEs bestehe bei vielen Bürger*innen in Schwabing und der Maxvorstadt der Wunsch nach Erhalt einer lokal gut erreichbaren Tierklinik. In einer wachsenden Millionenstadt sei es nur sinnvoll, einen Ableger der Tierklinik in der Stadt zu belassen. Das wissenschaftliche Forschungsinstitut passe besser an einen Standort wie Garching. Eine lokal erreichbare Tierklinik sei notwendig, da viele Bürger ohne Fahrzeug kaum in der Lage seien, in Notsituationen ihre Tiere bis Oberschleißheim zu bringen. Dies sei bürgerfremd und bringe enorme Nachteile für die Tierhalter mit sich. Ein rein wissenschaftliches Forschungsinstitut sei an diesem Standort völlig befremdlich und ungeeignet.
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Ein Kommentar

  1. lesenswert – die Sueddeutsche zum Thema:

    sz, 29.6.2020(print), S.Krass:
    Großes Bauprojekt – Ein neuer Campus direkt am Englischen Garten…
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-lmu-physik-campus-englischer-garten-1.4950349
    Wissenschaftszentrum mit Parkanschluss –
    “…Der Stadtrat soll in dieser Woche den Weg für den neuen Physik-Campus freimachen – obwohl Kritiker die Bebauung auf dem bisherigen Gelände der Tiermediziner für zu massiv halten.
    …Denkmalschutz…. Dafür aber sah das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) keinen Anlass, es machte damit den Weg frei für den Abriss. Geschützt sind lediglich das klassizistische Portal mit Dreiecksgiebel und Reliefemblem am Eingang zum Englischen Garten …
    …erhebliche Bedenken wegen eines geplanten Gebäudes im Südosten, das bis auf drei Meter an die Parkgrenze heranreiche, so das BLfD: “Eine derart massive, hohe Bebauung mit Wandhöhe 20 Meter stehe im erheblichen Widerspruch zu den Intentionen der Schöpfer des Gartens, Ludwig von Sckell und Graf Rumford”, wird der Einspruch in Merks Vorlage zusammengefasst. Die Schlösserverwaltung habe darauf hingewiesen, dass das Gebäude viermal so hoch werde wie die derzeitige Bebauung. Dem hält das Planungsreferat entgegen, der Baukörper werde sich “in die vorhandene Baumkulisse” einfügen. …”

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