München: BI Landschaftspark West übergibt 1700 Unterschriften an OB Reiter

Von Januar bis Anfang März 2020 sammelte die Bürgerinitiative 1700 Unterschriften für den Erhalt der Baumschule West und die Grünflächen bis zum Lochamer Schlag, Gräfelfing und Pasing.

Im Rahmen der Unterschriftensammlung wurde auch ein politscher Spaziergang durch die Baumschule veranstaltet, dazu fanden sich über 200 Bürgerinnne und Bürger ein, darunter auch 4 Stadträtinnen aus den Parteien CSU, Grüne/Rosa Liste, ÖDP und der SPD, sowie Mitglieder des Bezirksauschusses Laim und dessen Vorsitzenden Herr Mögele.

Die Bürgerinitiative hat innerhalb kurzer Zeit sehr viel Zuspruch erhalten und die Pasinger SPD hat sich sogar am Ende des Wahlkampfes zur Kommunalwahl für den Erhalt des Landschaftsparks ausgesprochen.

Mit Unterstützung des BA-Vorsitzenden Herrn Mögele konnten die Initiative am 11. März 2020 die Unterschriftslisten und die Liste der Forderungen an den Oberbürgermeister Dieter Reiter übergeben.

Impressionen vom politischen Spaziergang in der Baumschule finden Sie hier

von links Carsten Kaufmann, Verena Dietl , OB Dieter Reiter, Susanne Kopp, Josef Mögele. Bildcopyright: SPD Rathaus
politischer Spaziergang am 3. März 2020 in der Baumschule

Liebe Politiker, Ich bin Paulina Sommer, ich bin 11 Jahre alt, ich wohne in der Eringerstraße und gehe auf das Erasmus-Grasser-Gymnasium. Ich finde es wichtig, dass die Baumschule erhalten bleibt. Weil mir die Bäume so wichtig sind, weil sie die Luft reinigen. Weil die Bäume gut zum Verstecken-Spielen sind. Und weil die Bäume Tieren Schutz gewähren. Die Baumschule ist wichtig, weil man Spaß am Draußen-Sein hat und die frische Luft genießen kann. Das macht den Kopf frei, vor allem nach der Schule oder den Hausaufgaben. Man kann besser einschlafen, und ganz wichtig, es hält gesund. Es gibt viele Möglichkeiten, sich dort zu vergnügen: Es gibt einen großartigen Spielplatz mit Klettergeräten, einen Fußballplatz, einen Basketballplatz. Und was besonders wichtig ist: man kann dort richtig rennen und sich austoben, ohne dass es jemanden stört. Wir Kinder können dort unserer Fantasie freien Lauf lassen, mit Stöcken basteln, uns Quartiere bauen und vieles mehr. Das ist besonders für die Kinder wichtig, die nur einen kleinen oder gar keinen Garten haben. Wir Kinder können uns dort treffen und neue Freundschaften schließen. Schon mein Papa ist in der Baumschule beim Spielen gewesen. Ich würde auch gerne meinen Kindern die Natur zeigen! Ich würde mir wünschen, dass Sie mir helfen. Unsere Eltern sagen immer, wir sollen weniger am Handy spielen und raus gehen. Aber wohin, wenn es keine Baumschule mehr gibt?

Eine Ansprache, die wohl allen Beteiligten in Erinnerung bleiben wird, hielt Paulina Sommer, 11 Jahre alt.

Hier die Botschaft der Bürgerinitiative an Herrn Reiter:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter,

anbei erhalten Sie 1600 Unterschriften, die wir spontan gesammelt haben, um den Bürgerwillen zur Erhaltung der Baumschule „Pasing – Hadern – Laim“, sowie den angrenzenden Grünflächen an der Willibaldstr. zu demonstrieren.

Uns geht es um den Erhalt der Frischluftschneise für den Westen – ein wichtiger Teil der grünen Lunge für die Stadt München. Deshalb fordern wir:

Erhalt der Baumschule, Erhalt des Landschaftsparks West

  • Städte werden im Sommer unerträglich heiß – die Frischluftschneise des Münchner Westens sorgt für die notwendige kühle Luftzufuhr, die ein Aufheizen der Stadt verhindert.
  • München ist schon heute die am stärksten versiegelte Stadt in Deutschland – trotz einer starken roten und grünen Fraktion im Stadtrat.
  • Die Baumschule ist das wichtigste Naherholungsgebiet für die angrenzenden Anwohner aus Laim, Hadern und Pasing.
  • Für Kinder und Jugendliche ist die Baumschule der Bereich für freie Bewegung, Abenteuer und Luft zum Atmen.
  • Der Münchner Westen ist mit Grünflächen deutlich unterversorgt; Laim kommt hier nur auf einen Anteil von 3%.
  • Die Baumschule leistet einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
  • Bei Bebauung der Fläche müssten die Anwohner auf weiter entfernte Naherholungsgebiete ausweichen, was wiederum zu mehr Verkehr und damit zu mehr Feinstaub und CO2 führen würde.
  • Laim hat eine sehr gemischte Einwohnerstruktur; hier leben viele Menschen, die auf ein intaktes Naherholungsgebiet angewiesen sind.
  • Eine städtische Baumschule muss in der Stadt angesiedelt sein, um weite Anfahrtswege zu vermeiden „CO2-Reduktion“ steht  im Focus.

Wir fordern ein Bekenntnis der Stadt München zu mehr Natur- und Klimaschutz – keine Flächenversiegelung mehr und deshalb keine Bebauung der Baumschule und der angrenzenden Grünflächen

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