München: Betonwüste Domagkpark: Chronik eines angekündigten Scheiterns

Wie ein heutiger Bebauungsplan Straßenräume von gestern zementiert und zu Unmut bei den Bewohnern im Vorzeigeviertel führt

aus den Standpunkten des Münchner Forums, von: Thomas Maier, Klaus Nürnberger, Birgit Rieder (Initiative “Mehr Grün im Domagkpark)

Der Unterschied könnte größer nicht sein. Hier am Spielplatz im Domagkpark, im Schatten des jahrzehntealten Baumbestands der ehemaligen Funkkaserne, lässt es sich an heißen Sommertagen gut aushalten. Gut hundert Meter weiter fühlt sich Sommer in der Stadt ganz anders an. Die Hitze drückt auf die Betonwüste, die hellen Farbtöne der Bürgersteige und Fassaden reflektieren das grelle Sonnenlicht. Aufenthaltsqualität sieht anders aus, und so ziehen sich die meisten Bewohner des Domagkviertels im Münchner Norden an heißen Tagen in ihre Wohnungen oder den Park zurück.

Prognosen zeigen, dass gerade in Städten Hitze-perioden und Extremwetterereignisse zunehmen werden. Daher gilt es, integrierte Strategien für Kli-maschutz und Klimaanpassung speziell für Stadträume zu entwickeln, wie das Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassung (ZSK) der Technischen Universität München in seinem „Leitfaden für klimaorientierte Kommunen in Bayern“ (2017) schreibt. Bäume haben den größten Einfluss auf das urbane Mikrokli-ma. Sie kühlen durch Verdunstung und verschatten Höfe, Straßen und Plätze. Mit einiger Wahrschein-lichkeit sind diese Erkenntnisse der Münchner Stadt-verwaltung bekannt, schließlich hat sie die Studie beauftragt.
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Fotos: © Claudia Fassnacht, Visualisierung: Birgit Rieder

Auch die Süddeutsche berichtete am 9. April 2020 darüber: Der heiße Unterschied!

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