München: Kakteen-Kaiser, die Zerstörung hat begonnen

Auf eine Anfrage im Jahr 2018 schrieb das Denkmalamt folgendes:

“Die Villa in der Savoyenstraße 7 ist ein typisches Haus der 1925er Jahre mit einigen charmanten Details, das dem BLfD bekannt ist. Die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung für Inventarisierung hatten sich mit dem Gebäude bereits vor einer Weile auseinander gesetzt und haben dies nach Ihrem Hinweis erneut getan. Nach erneuert sorgfältiger Prüfung der Unterlagen und nach einer Besichtigung vor Ort mussten sie aber feststellen, dass das Haus kein Einzeldenkmal ist und trotz der Gefährdungslage kein Einzeldenkmal wird.

Die wesentlichen Gründe dafür sind, dass Gebäudekubatur und Fassadengliederung auf den ersten Blick zwar ansprechend, im Vergleich mit anderen Bauten dieser Zeit aber von eher durchschnittlicher architektonischer Qualität sind. Vor allem in der Binnengliederung mit schwachen Grundrissen einer Raum-über-Raum-Erschließung zeigt sich, dass der Architekt Josef Dürr hier hinter der Architekturentwicklung seiner Zeit geblieben ist. Als besonders schwerwiegend wird aber der Verlust Pflanzenhauses und damit die fehlende Ablesbarkeit der ehemaligen Kakteenhandlung gewertet. Dies ist umso bedauerlicher, als dass das Haus selber mit seinem Gewächshaus als Werbeträger genutzt wurde, was zeitgenössischen Annoncen der Kakteenhandlung deutlich machen. “

Kakteen Kaiser
Schriftzug an der Fassade
Aktuelle Aufnahme Feb. 2020
Eingang Savoyenstraße 7
Eingangstüre mit Kakteen-Motiven
Historisches Foto Kakteen Kaiser

Fotos: © Elke Wendrich

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