München: Eggarten Verbauung geplant

Die historische, idylische Kleingartensiedlung soll nach Angaben in der SZ vom 3. Juni 2019 durch den Bau von 2000 Wohungen durch die Investoren der CA Immo und der Büschl-Gruppe (jetzt mit 50%-Beteiligung der Kölner Baufirma Bauwens) vernichtet werden.

Als letzte Woche die Lokalpolitiker aus Feldmoching-Hasenbergl die Bürger/innen in die Berufsoberschule BOS geladen hatte, demonstrierten vor dem Gebäude weit über 100 Personen von der Bürger-Initiative “Pro Eggarten” für den Erhalt der Siedlung und den Schutz der Flora und Fauna.

Anfang Juli soll im Stadtrat darüber entschieden werden, ob die Investoren die Kleingartensiedlung vernichten und die Fläche durch den Bau von einem “Klein-Manhatten” versiegeln dürfen.

(© Visualisierung: Pro Eggarten)

 

 

Aus einem Leserbrief eines Lerchenauer Ehepaars:

Zu „Verzweifelter Widerstand“ von Jerzy Sobotta, „Strategiewechsel“ von Sebastian Krass und „Toxische Gemengelage“ von Thomas Kronewiter vom 4. Juni

Der Eggarten als Spielball wirtschaftlicher Interessen?

Ist der Gedanke sehr abwegig, zwischen den beiden Berichten „Verzweifelter Widerstand“ über die Bebauung des  Eggartens und „Strategiewechsel“ über den Verkauf der Hälfte der Büschl-Unternehmensgruppe einen engen Zusammenhang zu sehen?

Die Büschl-Gruppe besitzt die Hälfte des Eggartens, der derzeit zu ihrem größten Entwicklungspotenzial im Großraum München gehört. Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass der Eggarten als Bauland für bis zu 2000 Wohnungen in den Verkaufspreis der Büschl-Gruppe eingeflossen ist.

Wer mag bei den engen Beziehungen der Büschl-Gruppe zur Landeshauptstadt München noch glauben, dass der Eggarten ernsthaft eine Chance hat, als nahezu unberührtes Grünes Paradies mit einem fast perfekten ökologischen System mitten in München erhalten zu werden? So konnte beim sogenannten öffentlichen Dialog über die Bebauung des Eggartens ein Projektleiter auch davon ausgehen, dass es „jedenfalls keine Beschränkungen“ gebe (SZ vom 11./12.05.2019).

Was interessiert da noch der verzweifelte Widerstand der Bürger gegen die unwiederbringliche Vernichtung eines großen Naturparadieses, wenn gleichzeitig die Landeshauptstadt München sehr medienwirksam auf die Bepflanzung der Balkonkästen am Rathaus mit Bienen-freundlichen Pflanzen verweist!

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